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A BLOODY MORNING

Island, das neueste Album des Oscar-nominierten Komponisten und Songschreibers Owen Pallett, erscheint heute, am 22. Mai, auf Domino.  Das Album ist ab sofort überall digital erhältlich, eine Vinyl-Veröffentlichung erfolgt im Laufe des Jahres 2020, Tourdaten in 2021.
 
Streamt Island HIER
 
Für Island, das fast vollständig akustisch ist, setzte Owen Pallett das bislang großartigste Ensemble ihrer* Solokarriere ein – das London Contemporary Orchestra, das live in den Abbey Road Studios aufgenommen wurde. Und doch präsentiert das Album sie in ihrer destilliertesten, oft schmucklosesten Form. Island beginnt mit 13 düsteren Akkorden. Es ist der Klang des Erwachens – allein, an einem neuen Ufer. Was als nächstes kommt, ist schillernd und üppig: ein Orchesteralbum, das die ganze Bandbreite von Pallett’s Diskographie ausbreitet, von Heartland’s prächtigem Technicolour bis hin zur glitzernden, gezupften Gitarre, die Pallett’s erste Alben mit Les Mouches kennzeichnete.
 

Zum ersten Mal hat Pallett ein Album geschaffen, ohne darüber nachzudenken, wie es auf der Bühne aufgeführt werden könnte. Das war keine leichte Entscheidung: Ein Großteil von Pallett’s Ruf beruht auf ihrer Live-Virtuosität. Sie spielten Geige für Gruppen wie Arcade Fire und The Hidden Cameras und tauchten dann als Solo-Fiddle- und Loop-Pedal-Act unter dem Namen Final Fantasy auf. Für Island schrieb Pallett die neun Songs des Albums auf einer altmodischen Akustikgitarre, bevor er sie für das Orchester überarbeitete. 

Pallett ruft ganze Welten ins Leben, Klänge und Aussichten, die nur sie sehen konnten – und die jetzt vor dem Hörer aufscheinen, als wäre ein Portal geöffnet worden. Auf Island geht es um das Leben, um die Frage nach dem Warum und um die schrecklichsten Dinge des Lebens. Die Lieder geben die Antworten nicht preis und Pallett räumt ein: „I don’t know what’s happening next, guys.“

Seht das Video zu A Bloody Morning HIER

Das Video zu A Bloody Morning, das während der Pandemie konzipiert und gedreht wurde, stammt von Vincent René-Lortie und der Choreografin Brittney Canda. Die Tänzerinnen und Tänzer – im Alter von 6 bis 72 Jahren – wurden ohne Körperkontakt gefilmt, durch Fenster und Türen hindurch.
 
„Honestly, at first I wasn’t sold on the concept,” sagt Pallett. “I worried that the video would end up pornographing the quarantine, and I declined.“ Überzeugt von der Begeisterung des Regisseurs machte Owen weiter. Nachdem sie den fast fertigen Schnitt gesehen hatten, “I was floored,” sagt Owen. “I couldn’t believe how cathartic it was to see the video, how perfectly it fit the song, and how meaningful and necessary it was for me to see it when I did.