COOLER UNDERDOG
SNOW WHITE BLOOD
Hope strings eternal
(7hard)
“Hoffnung” zieht sich wie ein roter Faden durch das neue Album der Band aus Hessen. Musikalisch hat sich die Band dem Symphonic Metal verschrieben, aber mit ganz feinen Details, die sie von der Masse abheben. Trotz der großen klanghaften Arrangements spielt die Band in Minimalbesetzung. Max Rudolph am Drums, Christian Weber an der Gitarre, Thomas Schmitt am Bass, der seinem Vorbild Steve Harris einige Basslines abgeschaut hat und natürlich Ulli Perhonen als Frontlady. Die Qualitäten der Musiker sind allesamt großartig und ihre verschiedenen musikalischen Vorlieben fügen sich alle zu einem großen Ganzen. Schwebend über allen Melodien die Stimme von Ulli Perhonen. Sie hat den großen Vorteil, dass sie nicht die extremen Höhen ihres stimmlichen Könnens ausnutzt oder extrem in die Länge ziehen muss. Sie hat ein ganz spezielles Gefühl für die richtige Stimmlage und die stimmliche Klangvielfalt, passend zu jedem Song. Nach dem Debütalbum „Once upon a fearytale“ aus dem Jahr 2016, bringt das neue Album mehr Licht, verzichtet auf die düsteren klänge und katapultiert sich damit in eine kleine Lücke zwischen all den Symphonic Metallern. Textlich setzen sie auf die Erzählweise von Märchen und wollen auch sonst verzaubern, was ihnen tadellos gelingt. Ein kleines Meisterwerk, nicht nur für das Genre, sondern für Metal allgemein, dem hoffentlich noch weitere folgen.

