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EINE DIE AUSZOG…

Wenn es in einem Pressetext darum geht neue Wortkreationen für einen Künstler und/oder seine Kunst zu finden, dann frage ich mich immer „warum“? Warum müssen Produkte immer in eine Schublade passen oder eine neue Schublade gebaut werden? „Hybrid Pop“ ist die Umschreibung für Musik die nicht in eine Schublade, sondern oben drauf gehört, da hat die Lünstlerin den Punkt getroffen. Eine Mischung aus BJÖRK, LYDIA LUNCH und LAURIE ANDERSON.

„Oak tree“ hieß 2019 eine erste EP, die bereits beeindruckte, aber bei EPs stellt sich eben immer die Frage, ob das hohe Niveau auch bei 10 Songs oder mehr gehalten werden kann.

Jetzt kam „Erased by thought“, am 21. Mai, auf den Markt. Ein komplettes Album und gleichzeitig ein komplettes Kunstwerk. Mit diesem Album öffnet Gina nicht nur die Horizonte der anspruchsvollen Musikliebhaber, sondern überrascht auch mit Songs in unterschiedlichen Sprachen. Musikalisch erzählt sie Geschichten, persönliche Tiefblicke wechseln mit ambitionierten Statements, immer auf den Punkt, immer überzeugend und am Ende ganz anders, anders als Andere und Anderes. Ein Album also, welches nicht nur unglaublich viele Facetten hat, sondern auch eine Künstlerin hervorbringt, die Klasse und Inspiration wie nur wenige Künstler in sich trägt. So viel zu ihrer künstlerischen Seele, ansonsten lassen wir sich Gina einmal selbst vorstellen.

 

TO GO: Stell Dich doch bitte unseren Lesern vor.

Steht das nicht immer bereits im fett gedruckten Text über dem Interview und wäre damit deine Aufgabe??? Anyway. Saluut, ich bin Gina, verwurzelt in Zürich und Köln, mache Musik, ich nenns Hybrid Pop, schön, dass ihr das gerade lest!

 

TO GO: Was hast Du heute als erstes gemacht, als Du aufgestanden bist?

Ohje, falscher Tag für diese Frage. Ich bin aus dem Bett gerollt, in meinen Jumpsuit geschlüpft, habe Kaffee aufgesetzt und nicht mehr getrunken, denn ich bin aus dem Haus gerannt, Rucksack auf dem Rücken, linke Hand Viola, rechte Hand Koffer voller Synthies, Pedals und weiteren Geräten. Zug gerade noch gekriegt!

 

TO GO: Welche Musik bringt Dich optimal in den Tag, wenn Du nicht gerade am Rennen bist?

Schön, dass du fragst, hat mich daran erinnert, das wieder mal einzustellen: Elliott Smith, X/O.

 

TO GO: Wann ziehst Du Dir gleich wieder die Decke über den Kopf?

Wenn ich Zeit zum weiterschlafen habe – kommt eher selten vor.

 

TO GO: Welche Band oder CD hat Dir den Einstieg in die Musik geebnet?

Klarer Fall, die Beatles. Meine große Schwester hat eine CD bekommen, „Rubber Soul“, ich war noch zu klein, um selber Musik zu hören, aber ich wusste gleich, dass das cool war.

 

TO GO: Wie denkst Du heute darüber?

Ach das Album lieb ich immer noch, die Texte sind geblieben. Aus meiner jetzigen Perspektive als Musikerin finde ich es total beeindruckend, die Band hat sich immer weiter entwickelt, alles Mögliche ausprobiert. Für mein GINA ÉTÉ Orchestra Projekt habe ich sogar das Arrangement von „I`m the Walrus“ transkribiert, also herausgehört und aufgeschrieben und dann live gespielt.

Natürlich sind rückblickend einige Songs der Beatles im Bezug Cultural Appropriation zu diskutieren, das kann ich nicht verneinen.

 

TO GO: Wie hast Du selbst angefangen Musik zu machen?

Mein Vater ist klassischer Bratschist, sein Bruder Geiger, seine Schwester Flamenco-Tänzerin, deren Vater wiederum Bratschist. Musik und Bühne gehörten immer dazu. Es schien auch selbstverständlich, davon leben zu können, was sonst ja immer angezweifelt wird. Nach der obligaten Zeit als begabte Blockflötistin habe ich also mit 9 Jahren angefangen, Viola zu spielen,  später in Orchestern. Meinen ersten Song schrieb ich erst mit 16, mein erstes Bandprojekt mit einem Freund folgte ein Jahr darauf, ich fand mich total wieder im Schreiben und Singen und ich musste in der Musik irgendwie meinen eigenen Weg finden, weg von der Klassik. Aber hätte es dieses Duo damals nicht gegeben, wäre ich jetzt vielleicht klassische Bratschistin oder sogar Lebensmittel-Biochemikerin!!

 

TO GO: Welche Künstler haben Dich anfangs inspiriert?

Mit 16? Vorbilder waren meist weibliche Folk/Pop-Künstler oder Künstlerinnen; Aimee Mann, Laura Marling, Agnes Obel, Sophie Hunger, Becca Stevens. Ich merke immer noch, dass ich mich mehr mit female artists identifiziere, die letzten Jahre habe ich mir viel Björk, Portishead, Joanna Newsom und Josin angehört.

 

TO GO: Welches war der beste Rat den Du am Anfang bekommen hast?

Meine Tante (die Tänzerin) hat mal gemeint: „Du machst das schon gut so. Behalte deinen Namen und mach das 10 Jahre lang – du wirst sehen.“ Die Perspektive auf lange Zeit hat mich irgendwie beruhigt und motiviert, nicht immer gleich aufzugeben. Ich bin noch nicht bei 10 Jahren, ich geb Euch dann Bescheid, wie’s ist.

 

TO GO: Erzähle uns bitte etwas über Deinen ersten Auftritt mit eigenen Liedern?

Ihr wollt echt viel über meine Vergangenheit wissen!! Ich erinnere mich an den ersten Solo-Auftritt als GINA ÉTÉ. Anfang Dezember, ich war 23 und es war ein kleines Dachstock-Atelier in Basel, eine kleine illegale Bar, eine Hand voll Leute, ich bin fast gestorben vor Aufregung und ich glaube, sie fanden es gut.

 

TO GO: Nun ist Deine erste vollständige CD erschienen. Ein wirklich großartiges Album. Bist Du mit dem Ergebnis zufrieden?

Oh, merci! Ich bin sehr zufrieden, ja. Das Album ist überhaupt nicht perfekt, ich würde sogar sagen, es ist völlig unperfekt . Aber ich habe im Studio mit meiner Band total spontan viel Neues ausprobiert, Teile gestrichen, Songs völlig neu arrangiert, uns von dem Studio, den Synthies, Pauken und anderen Instrumenten inspirieren lassen. Deshalb ist das Album voller Energie und Ehrlichkeit, eine Momentaufnahme aus dieser Studiozeit, welche wir so nie rekonstruieren könnten. Das mag ich immer noch daran.

 

TO GO: Welche Auswahlkriterien hast Du für die Songs angesetzt?

Mmm. Mag ich?

 

TO GO: Hast Du auch darüber nachgedacht „Du könntest mit komplexen Songstrukturen“ am Mainstream vorbeigehen?

Haha. Ja. tu ich doch, oder?

 

TO GO: Wie hast Du die Produktion erlebt?

Es war der absoluter Wahnsinn. Ich war mit meiner Band in San Francisco, in John Vanderslice’s analogen „Tiny Telephone Studios“ (Death Cab For Cutie, St. Vincent, Sophie Hunger, Dear Reader..) Analog bedeutet – Achtung, Paragraph für Studio-Nerds – auf Tape, kein Computer in Sicht und „Takes zusammen schneiden“ gleich mit dem Cutter das Band entzwei teilen und wieder zusammen kleben. Das alles schränkt die Möglichkeiten des Bearbeitens ein, keine Töne werden gepitcht, keine Schläge zurecht gerückt. Durch diese Beschränkung der Möglichkeiten höre ich aber bei einem Take nicht auf „ist das perfekt gesungen“ sondern auf „gefällt mir die Stimmung, der Bogen, die Energie?“ Bei „Mach’s gut“ zum Beispiel habe ich den ganzen Song am Stück eingesungen, von vorne bis hinten, gegen Ende habe ich geweint. Und John meinte nur „great take, loved it, let’s move on“. Ich habe mir den Take nicht mal mehr angehört.

 

TO GO: Wie wichtig sind Deine Texte für Dich?

Oh, sehr wichtig. Ich hoffe, das ist hörbar? Ich hasse wenige Dinge, aber ich hasse diesen Moment, wenn ich ein Lied so richtig mag, mich dann erstmals auf den Text achte und dann denke —  „Ohje.“

 

 

TO GO: Deine Texte sind sehr emotional und kraftvoll. Wie kommt bei dir ein Song zustande?

Et encore, merci. Es gibt die ich-halt-das-nicht-aus-und-muss-es-sofort-loswerden-Songs und die hm-das-klingt-cool-und-könnte-was-werden-Songs. Bei ersteren ist irgendetwas passiert, ein neuer Präsident, ein Virus, ein Abschied, ich drehe durch, Songschreiben ist mein Ventil, der Songentwurf steht in 15 Minuten. So sind „Mach’s gut“, „Tired people“ oder „Trauma“ entstanden. Bei letzteren beginnt es meist mit Wort- oder Melodiefetzen, oder einer Chordabfolge. Das kann auch eine Bassline von meinem Bassisten, eine Progression von meinem Gitarristen oder ein Beat von meinem Drummer sein. Dann setze ich mich an ein Instrument und beginne zu singen, aufzunehmen, herumzuschieben, aufzuschreiben, ein Thema und eine Form kristallisieren sich im Prozess heraus. „All or nothing“, „Lach du nur“ und „Not enough“ sind so entstanden, in Zusammenarbeit mit meinen drei Musikern!

 

TO GO: Du bist oft wütend, klingst endgültig. Bist Du eine toughe Frau oder kannst Du Dich auch fallen lassen?

Was genau meinst du, dass ich sehr bestimmt bin?

TO GO: Ja.

Es fällt mir beim schreiben oder auf der Bühne leicht, für etwas einzustehen, meine Meinung oder Haltung zu zeigen. Fallen lassen tue ich mich auf jeden Fall gerne, aber unter Freunden.

 

TO GO: Planst Du denn bei der Entstehung Deiner Texte schon eine visuelle Umsetzung, wenn sie entstehen?

Nein, überhaupt nicht. Der Song steht immer am Anfang. Die visuelle Umsetzung gebe ich gerne ab: Ich suche nach Künstlern, deren Arbeit ich faszinierend finde, zeige denen meine Musik und lasse ihnen dann möglichst freie Hand, Veto-Recht vorbehalten. Ich finde es unglaublich schön und bereichernd, was andere Menschen zu meiner Musik sehen! Ihr könnt mal die Regisseure meiner Musikvideos durchgehen, das sind alles wahnsinnig spannende Leute! Jelena Vujovic von „Trauma“ zum Beispiel wurde für ihren Kurzfilm „Bićemo Najbolji“ für den Schweizer Filmpreis nominiert, der Film ist wunderschön!

 

TO GO: Du singst in vier Sprachen. Bist Du der Meinung man kann manche Dinge nicht in jeder Sprache ausdrücken?

Ich meine, ja. Oft kann ich gewisse Gedankengänge in einer gewissen Sprache besser fassen. Führst du Selbstgespräche? Ich habe dabei nämlich festgestellt, dass sich zum Beispiel Englisch für mich besonders gut zur Selbstreflexion eignet, gerade weil es nicht meine Erstsprache ist und mir damit eine gewisse analytische Distanz zu mir selbst ermöglicht.

 

TO GO: Schreibst Du anfänglich in Deutsch und übersetzt dann oder entstehen Songs wie „All or nothing“ gleich in Englisch?

Nein, übersetzten tue ich nahezu nie. Sprache formt ja irgendwie das Denken mit, wenn ich die Sprache ändere, was vorkommt, ändert sich meist auch die Wortwahl oder gar der Inhalt. Es kommt aber schon vor, dass ich ein Synonym google.

 

TO GO: Schreibst Du erst die Texte und passt die Musik an, oder umgekehrt?

Meist zeitgleich. Ich sitze am Instrument und spiele und singe drauflos „Chuderwälsch“, wie sagt man das auf Deutsch?

 

TO GO: Kauderwälsch.

Das inspiriert und formt sich gegenseitig. Was mir an Musik, wie auch Text gefällt, nehme ich am Handy auf. Der Text-Feinschliff kommt allerdings immer am Schluss, eine dritte Strophe schreiben, unglückliche Worte austauschen.

 

TO GO: Hast Du nicht manchmal Angst Deine Musik kann manche Musikfreunde nicht erreichen, weil sie einfach zu anspruchsvoll ist?

Ich habe Angst vor sehr vielem; dass die Musik zu kompliziert ist, zu abwechslungsreich, zu doof, zu uncool, zu persönlich. Aber am Ende mache ich doch nicht Musik, um allen Menschen zu gefallen. Und mal ganz ehrlich, wenn Menschen wie Wagner oder Rachmaninoff weltberühmt wurden, Björk eine Pop-Ikone ist, Pink Floyd Stadien füllte und Bohemian Rhapsody an Parties immer noch alle mitsingen – wie kann meine Musik dann zu anspruchsvoll sein für irgendwen? Ich glaube, wir werden von den Mainstream-Labels und Streamingdiensten unterschätzt, die sollen uns mal was zutrauen!

 

TO GO: Deine Musik ist sehr anspruchsvoll, wie erlebst Du selbst Musik?

Die Alben, die ich am meisten liebe, habe ich beim ersten Mal hören oft nicht gemocht. Beim zweiten Mal fand ich’s okay. Und beim dritten Mal war ich hin und weg. Ich mag vielschichtige Musik und wenn ich mir einen Song hunderttausendmal anhören kann und jedes Mal wieder überrascht werde von einem Detail, erstaunt von der Welt, die der Song mir eröffnet.

 

TO GO: Auf welche Art von Musik kannst Du Dich am besten einlassen?

Weniger die Art von Musik, als die Art von Einlassen. Ich höre mir neue Musik am liebsten alleine an, beim Spazieren auf Kopfhörern, unterwegs im Zug oder zu Hause auf dem Bett. Unter Menschen kann ich mich schlecht darauf konzentrieren.

 

TO GO: Wann beginnst Du Musik leichtfüßig zu erleben?

Tanzen. Ich kann das Wort in deutschen Songtexten zwar leider nicht verwenden, aber ich liebe es!!! Wenn ich tanzen kann, dann vergesse ich alles! Kennst Du „Work It“ von Marie Davidson und „Soulwax“? Dazu kann ich richtig gut tanzen! Oder natürlich, wenn ich ein Konzert gebe in einem kleinen, so richtig vollgestopften Club, wo die Zuhörer und Zuhörerinnen so richtig mit der Musik mitgehen – oh, ich vermisse das schon!

 

TO GO: Bitte erzähl uns etwas zu Deinem Coverartwork.

Soll ich dir eine Vinyl schenken? Oder eine CD, da ist ein Poster drin! Sehen tut Frau auf dem Cover so etwas wie farbig leuchtende Eisschollen vor einem endlosen Firmament irgendwo im Universum auf einem fremd wirkenden Planeten, vom Himmel herunter taumeln graue, patriarchal anmutende Statuen und Mauern. Ich bin sicher, Du oder Ihr findet da einige spannende Deutungen und Parallelen zum Album, die ich anbei gerne hören würde?

 

TO GO: Sobald uns das Cover in entsprechender Größe vorliegt, werde ich dies gerne tun. Wie ist das Cover entstanden?

Jannis Sicker ist ein Musiker aus Köln. Er hat in einem Nebensatz mal erwähnt, dass er Collagen macht und ich hab sie mir angeschaut. Auf Insta: 1ch_b1n_es_wieder. Wahnsinn!. Alle Collagen sind ziemlich düster, zwiespältig, zweifelnd, kritisch, aber auch witzig, ironisch, verspielt. Und immer kunstvoll. Ich glaube, das ist genau, was ich, auch in meiner Musik, suche – starke Gefühle, Zwiespalt und Kritik ausdrücken und gleichzeitig einfach schöne oder ästhetische Musik, Kunst machen? Auf jeden Fall habe ich Jannis das Album geschickt und ihn gefragt, ob er dazu assoziativ etwas collagieren könnte. Der fünfte Vorschlag war das Cover, so wie es jetzt ist.

 

TO GO: Hat sich Deine Arbeitsweise in den letzten 14 Monaten verändert?

Meinst Du unter Einfluss des Virus?

 

TO GO: Ja genau das meine ich.

Nicht wirklich; Ich schreibe immer noch Texte, Songs, Arrangements, Emails, Stiftungsdossiers.

Aber ich kann mir wieder mehr Zeit für Anderes nehmen, weil ich weniger unterwegs bin. Ich lerne Arabisch und Russisch, höre mir total viele Podcasts an und seit Lockdown 1 lerne ich Gitarre und habe darauf schon viele neue Songs geschrieben!

 

TO GO: Siehst Du Dinge jetzt anders?

Hm. Ich glaube, ich habe gelernt, dass Vieles, was ich für lebenswichtig empfand, gar nicht so relevant ist. Dass ich zum überleben, ja ja, außer Nahrung und Luft, eigentlich vor allem die mir nächsten Menschen brauche und die brauche ich wirklich. Dass ich mich viel schneller an neue Umstände anpassen kann, als ich das gedacht hätte. Und dass wir das als Gemeinschaft auch könnten, wenn wir es akut für lebensnotwendig empfänden. Vielleicht sehen wir das ja noch ein, das mit dem Klimawandel?

 

TO GO: Wie viel Welt kann Gina Ete verändern?

Haha, du bist so gemein! Alors, meine Rechtfertigung dazu: Menschen brauchen Musik zum Leben und sie hören Musik, ob es mich nun gibt, oder nicht. Ich erhoffe mir, dass ich Menschen mit meiner Musik zum Denken bringen kann, in einem Moment, in dem sie sonst nicht nachgedacht hätten. Wenn sie sich anstatt einem hetero-normativen, überromantisiertem, falschen-Idealen-verherrlichendem Pop-Hit meine Songs anhören, machen sie sich vielleicht ein bisschen mehr Gedanken zur Welt? Reden an einem hypothetischen Konzert mit ihren Nachbarn drüber, lernen jemanden kennen mit ähnlichen Visionen? Vielleicht bestärkt es sie in ihrem Aktivismus? Vielleicht fühlen sich einige verstanden und können dadurch weiter den schwierigeren Weg des Wiederstands gehen? Und würden wir alle öfters über unser Handeln, unsere Rolle in der Welt nachdenken, wäre sie dann nicht eine bessere? What do I know, ich mache das doch auch nur aus Selbstverwirklichung und frage mich öfters, ob ich mich nicht doch besser an Bäume ketten sollte,

 

TO GO: Sind die Social Medias eine Hilfe Dinge zu verändern oder eher das Gegenteil`?

Ist das eine Trickfrage? Ja, ich mag Instagram und ja, Memes machen mich glücklich. Aber verändert hat Social Media bestimmt vieles, zum Guten, wie zum Schlechten. Jeder kann darauf ohne Budget Leute informieren, mobilisieren, zusammenbringen und jeder kann darin versinken und den Bezug zur Realität verlieren. Ist mir beides schon passiert.

 

TO GO: Wann schaltest Du Dein Handy aus?

Noch eine Trickfrage! Ich bin schlecht zu erreichen, das bedeutet nicht, dass ich die Nachricht nicht gesehen und extra nicht gelesen hätte. Wenn du eine professionelle Antwort willst, schreib mir eine Mail.

 

TO GO: Was ist als nächstes geplant?

Alors geplant ist das Release von ein paar weiteren Live Videos von diesem einen Konzert mit Orchester. Iich hab für ein Streichensemble und 6 Blechbläser und meine Band geschrieben, so richtig episch, das war das letzte GINA ÉTÉ Konzert vor dem Lockdown, die Single „Londres“ stammt von dem Projekt! Dann gäbe es im Herbst eine Release-Tour, mal schauen, was davon stattfindet, ich würd mich richtig freuen! Und Ende Februar habe ich mit meiner Band geprobt, es stehen schon fast 10 neue Songs, vielleicht sollten wir mal ans zweite Album denken. Eigentlich würde ich für das nächste Studioalbum eben gerne für ein ganzes Orchester und Band schreiben, aber das ist – neben den finanziellen Schwierigkeiten – leider nicht so Pandemie-freundlich.

 

TO GO: Wann können wir mit einem Besuch in Berlin rechnen?

Eigentlich müssten wir Angela fragen. Hei Angela, ich bin grad in Zürich, darf ich nach Berlin fahren für Beruf und Leidenschaft und so? Zeit hätte ich seit Mitte April nämlich!

TO GO: Was hattest Du heute zu Mittag?

Noch nichts, es ist bald 1, mein Magen knurrt, ich träume von Café au Lait, Croissant und Confiture am Rhein und werde wahrscheinlich vor der anstehenden Theaterprobe ein Sojajoghurt auslöffeln.

 

TO GO: Was möchtest Du abschließend loswerden?

Hm. Okay, ein Gedanke, den ich öfters mal Aussprechen wollte, vielleicht wollt ihrs mal probieren, ich trau mich nie: „Sorry, ich kann heute Abend doch nicht, ich muss noch alleine zu Hause eine Serie schauen“. Ach und ich habe auf meinem Spotify eine FINTA*-Playlist zusammen gestellt, da sind ein paar richtig coole female, inter, non-binary, trans, agender und Künstler Künstlerinnen drauf – hört euch unbedingt durch! Ich nehme via Insta auch gerne weitere Tipps an und hör mich ebenso durch, versprochen!

 

TO GO: Vielen Dank

Merci fürs Lesen, mal wieder viel zu ausufernd, A bientôt

 

 

Wir verlosen von diesem einmalig aufregenden Album zwei Exemplare. Mail mit „Gina“ bis 02. Juli an: verlosung@cuteanddangerous.de