Kino Welt

ERNEUT HALLOWEEN

HALLOWEEN KILLS

UNIVERSAL PICTURES GERMAMY

KINOSTAER: 21.OKTOBER 2021

 

Endlich scheint es Laurie Strode (Jamie Lee Curtis), ihre Tochter Karen (Judy Greer) und ihrer Enkeltochter Allyson (Andi Matichak) geschafft zu haben. Sie haben ihr Haus in Brant gesteckt und Michael Myers (Nick Castle) dort eingesperrt, damit er endlich verbrennt.

Doch während die drei ins Krankenhaus von Haddonfield eingeliefert werden, kann er mit Hilfe der anrückenden Feuerwehr (wieder) entfliehen und wieder in der Halloween-Nacht sein mörderisches Unwesen treiben. Doch diesmal scheint sich die Stadt der Gefahr bewusst und ein wütender Mob unter der Führung von Tommy Doyle (Anthony Michael Hall), der als Kind nur ganz knapp dem Massaker von Micheal Myers in den 70er Jahren entkommen ist, macht sich auf das Böse aus Haddonfield ein für alle Mal zu vertreiben und Micheal Myers zu töten.

Der Film Halloween Kills schließt nahtlos an den Film „Halloween“ von 2018 an. Der große Erfolg von Halloween, ein Box Office von 250 Millionen US$ bei einem Budget von 10 Millionen US$ schrie geradezu nach einer Fortsetzung. Anscheinend kann man mit Micheal Myers und Jamie Lee Curtis nicht nur die Fans der 70er/80er Jahre hervorlocken, sondern auch neue Fans für diesen „Serienmörder“ begeistern. Genauso wie „Halloween“ negiert er die bisher erschienenen Teile negiert und direkt an John Carpenters „Halloween 2“ von 1981 anknüpft. Lichtblicke. Der Regisseur David Gordon Green, der schon als Regisseur mit „Halloween“ von 2018 an die Kultreihe von 1978 anknüpfte hat mit seinen „Flashbacks“ und Zitaten aus dem Film „Halloween 2“ schon einen interessanten Film für die Fans dieser Filmreihe auf die Leinwand gebracht. Auch die Anspielungen des „Lynchmobs“ der blind, wütend und marodierend durch die Straßen zieht, weil den Behörden nicht mehr vertraut wird, kann man durchaus auch als Anspielung an die heutige gesellschaftliche Teilung der heutigen USA deuten.

Doch den älteren von uns wird auffallen, wenn sie die Rückblenden sehen, wie einzigartig-grandios und Zeitlos die Filme von John Carpenter sind und waren. Viele haben es versucht diesen Stil nachzuahmen und sind doch gescheitert, selbst David Gordon Green kommt an diese „filmische Intelligenz“ eines John Carpenter nicht heran.

Ansonsten ist der Film, wie es sich für einen „Micheal Myers- Film“ gehört, äußerst brutal und Slasher-Mäßig grandios. Gnadenlose Gemetzel, Verstümmelungen, Schreie usw. lassen das Herz des „Halloween-Fans“ hochschlagen, obgleich dieses martialische Abschlachten, doch nicht die etwas dürftige Handlung niedermetzelt und „wegblutet“ und vergessen macht. Jamie Lee Curtis hat ihr Talent als „Scream Queen“, die bis zum letzten gegen ihren Bruder kämpft nicht verloren auch wenn Judy Kerr, als ihre Tochter, ihr beinahe den Rang abläuft.

Trotz alledem sollte man sich diesen Film unbedingt auf der großen Leinwand anschauen, denn so bestialisch-radikal hat sich Micheal Myers noch nie durch Haddonfield gemetzelt. Eine Wahrhaft großartige „Hämoglobin-Schlacht“! Vor allem aber animiert er, sich mal wieder die Filme von dem „Meister“ John Carpenter anzusehen.

jens oliver marcks