Showpalace Berlin

GUTEN APPETIT

Uraufführung AB IN DEN RING! am 28. Februar in der Tischlerei

Da im Februar eine Neuproduktion des Staatsballetts auf unserer großen Bühne geprobt wird, laden wir Sie am 28. Februar herzlich in die Tischlerei zur Uraufführung AB IN DEN RING! ein. Das Operetten-Festspiel von und mit tutti d*amore (Foto) nach Oscar Straus’ und Rideamus’ DIE LUSTIGEN NIBELUNGEN arbeitet mit einer musikalischen Bearbeitung von Felix Stachelhaus, am Pult die uraufführungserfahrene Elda Laro.
In ihrer Satire setzten sich Komponist Oscar Straus und sein Textdichter Rideamus treffsicher mit ihrem Vorbild Richard Wagner auseinander. Mit ihren schwungvollen Walzern, eingängigen Couplets und schmissigen Märschen wurde diese burleske Operette, die es zur Kaiserzeit wagte, Heldentum, Patriotismus und Kriegsbegeisterung zu parodieren, zum ersten großen Erfolg des österreichischen Komponisten.

Tutti d*amore (Caroline Schnitzer, Ludwig Obst, Anna Weber und Ferdinand Keller) will mit einer neuen Textfassung Straus’ satirische Seitenhiebe auf das wilhelminische Deutschland in die Gegenwart verlängern. Mit AB IN DEN RING! entsteht ein Abend, der die „Kulturkämpfe“ der heutigen Theater- und Opernpraxis zwischen Konservatismus und „Wokeness“, Tradition und Progression aufs Korn nimmt. Die Welt des Theaters und die mythologische Welt der Nibelungen verschmelzen und ein turbulentes Ringen um Deutungshoheit und Repräsentation beginnt: Ein slapstickartiger Kampf, aus dem am Ende – ganz im Sinne des Genres der Operette – niemand siegreich hervorgeht. Weitere Vorstellungen am 2., 6., 7., 9., 15. und 16. März 2025.

Besetzungs-Highlights: TURANDOT und DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Wir freuen uns sehr auf die TURANDOT-Vorstellungen am 1., 7. und 14. Februar mit der spanischen Ausnahmesopranistin Saioa Hernández in der Titelpartie und mit Clay Hilley als Calaf, der nach seinen großen Wagner-Interpretationen nun in dieser Rolle debütiert. Als Liú ist am 1. und 7.2. Sua Jo zu erleben, die zuletzt als Monica in LA FIAMMA das Publikum begeisterte, und am 14.2. Maria Motolygina. Byung Gil Kim übernimmt die Partie des Timur, die musikalische Leitung liegt in allen Aufführungen in den Händen des Kanadiers Jordan de Souza.

Am 16., 20. und 25. Februar kehrt Christian Spucks Inszenierung des FLIEGENDEN HOLLÄNDERS zurück auf den Spielplan – mit dem sehr geschätzten John Fiore am Pult. In der Titelpartie freuen wir uns auf Derek Welton, der u.a. als Wotan große Erfolge am Haus feierte, und
mit Gabriele Scherer als Senta, die hier zuletzt ein eindrückliches Portrait der Arabella gestaltete. In weiteren Rollen: der Wagner erfahrene Attilio Glaser als Erik, Chance Jonas-O’Toole als Steuermann und Patrick Guetti als Daland.

Sinfoniekonzert: Maurice Ravel L’HEURE ESPAGNOLE u.a.

Aus dem französischen Teil des Baskenlands stammend, besaß Maurice Ravel zeitlebens ein Faible für die spanische Volksmusik. Neben dem „Bolero“ und der „Rhapsodie espagnole“ ist seine 1911 uraufgeführte Kurzoper L’HEURE ESPAGNOLE das bekannteste Beispiel für Ravels raffinierte Stilisierung spanischer Tanzrhythmen – und wie der „Bolero“ ist auch das knapp einstündige Bühnenwerk um die sexuell unausgelastete Uhrmachersfrau Concepción ein Meisterwerk der für Ravel typischen lakonischen Eleganz. In der Partie der Concepción gibt die junge französische Mezzosopranistin Isabelle Druet hier ihr Hausdebüt und singt damit eine Partie, die sie bereits im Auditorium des Orchestra national de Lyon gesungen hat, in der Pariser Salle Pleyel und im Barbican Centre London.
Am Pult steht der junge französische Dirigent Maxime Pascal, der den Einakter mit Rimski-Korsakows sinfonischer Suite „Scheherazade“ koppelt. Pascal, den ein ausgeprägtes Interesse an der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts auszeichnet, hat bereits viel beachtete Dirigate an der Mailänder Scala, der Opéra de Paris, der Staatsoper Berlin und bei den Salzburger Festspielen absolviert. Zum Konzert am 10. Februar laden wir sehr herzlich ein!