IM KINO
NOWHERE SPECIAL
PIFFL MEDIEN GMBH
KINOSTART: 07.10.2021
Der alleinerziehende Fensterputzer John (James Norton) sorgt Tag ein Tag aus so gut es geht um seinen Sohn Michael (Daniel Lamont). Auch wenn es anstrengend ist, beide meistern die Tagesroutine. Doch es droht Unheil. John ist unheilbar krank und hat noch wenige Monate zu Leben. Zusammen mit dem Jugendamt besuchen John und Micheal verschiedene Paare, da John für Michael eine neue Familie sucht, mit der Gewissheit, dass es Micheal nach seinem Tod guthaben wird. Sie besuchen Pflegefamilien, Kinderlose Paare und Single Mütter, doch die Zeit läuft John davon, doch mit aller Macht möchte er seine schwere Krankheit vor Michael verstecken, damit dieser die schreckliche Wahrheit um seinen Gesundheitszustand nicht erfährt.
Der Regisseur und Drehbuchreiber Uberto Pasolini („Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“,2013) hat aus dieser hochdramatische Situation, ein mit so viel Liebe und Zartheit angefüllte Drama gedreht und vermieden jedwedes Pathos in diese einfühlsame Geschichte zu bringen.
Sein Drehbuch beruht auf einer wahren Begebenheit. Nachdem der einen Bericht über einen todkranken Mann in der Daily-Mail laß, der für seinen Sohn eine neue Familie suchte. Daraufhin versuchte er über das hiesige Jugendamt mehr von diesem Mann zu erfahren, doch aus Datenschutzgründen konnte man ihm nicht weiterhelfen.
So schrieb Uberto Pasolini sein Drehbuch auf der Grundlage der spärlichen Informationen, die der Artikel hergab. Dabei ging er diese hochdramatische Situation in der sich die beiden Akteure befinden überaus sensibel, voll Liebe, Subtilität und Zartheit an ohne in schwülstigen Pathos zu versinken. James Norton („Flatliners“, 2017), der als nächster „James Bond“ gehandelt wird, spielt die Rolle des todkranken Vaters überaus sensibel und überzeugend. Er macht die Situation in der sich sein Charakter befindet überaus plastisch und greifbar für den Zuschauer ohne dabei in Sentimentalitäten abzudriften. Doch der heimliche Star dieses Filmes ist Daniel Lament, hier in seiner ersten Rolle, als Micheal. Die fragendend-verletzlichen Kinderblicke dieses Jungschauspielers „bohren“ sich förmlich in die Seele der Zuschauer, dieses kleine Wesen, was fragend-ahnend nach und nach die Bewegründe und den Zustand seines Vaters zu erraten scheint, lässt kein Auge trocken.
Dazu die eindringliche Musik von Andrew Simon McAllister runden diesen sensationellen Film in Gänze ab. Ich muss zugeben, während ich diese Kritik hier schreibe, bin ich immer noch tief ergriffen von diesem Film und seiner eindringlichen Geschichte!
MEISTERWERK!
jens oliver marcks
