Showpalace Berlin

KAFFEE MIT ZUCKER

KAFFEE MIT ZUCKER?
Material-Performance und Dokumentartheater von Laia RiCa

am Donnerstag, 24. Juni, 20:00 Uhr
in der Schaubude Berlin

Premiere: 24. Juni, 20:00 Uhr, Schaubude Berlin
Weitere Aufführungen: 25.+26. Juni, 20:00 Uhr und 27. Juni, 19:00 Uhr, Schaubude Berlin.
In Planung sind derzeit Aufführungen in Berlin, Stuttgart, München

Aus Kaffeebohnen und Zuckerwatte, aus biografischem Material und zeitgeschichtlichen Quellen, aus olfaktorischen Eindrücken, Video-Fragmenten und Live-Musik entsteht eine bildstarke, inhaltlich dichte und sinnliche Inszenierung zu den Effekten von Kolonialismus.

Das Spiel mit Kaffee und Zucker in unterschiedlichen Aggregatzuständen bestimmt das Bühnengeschehen. Von diesen Materialien ausgehend, werden deutsche Einwanderungsgeschichte in Mittelamerika und bis heute fortlebende koloniale Strukturen verhandelt, aber auch der ungebrochene Konsum zweier Produkte, die aus unserem Lebensgefühl und unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

Die Performerin Laia RiCa ist in El Salvador und Deutschland aufgewachsen. In der deutschen Schule in San Salvador hat sie selbst erlebt, wie nachhaltig der koloniale Habitus bis in die Gegenwart hineinreicht. Diese Erfahrung bringt sie in das Stück ebenso ein wie ihre Expertise im Dazwischensein: im Ringen mit zwei Welten, mit dem konstanten Verdacht, die eigenen „Wurzeln“ zu verraten. Inszeniert werden offene Fragen: Was haben historisch entstandene Minderwertigkeits- und Überlegenheitsgefühle mit uns selbst zu tun? Und was fangen wir mit dem Wissen um Ungerechtigkeit an?

Mit Originalstimmen deutscher Kaffeebarone und Industrieller in Guatemala aus dem Dokumentarfilm „Die Zivilisationsbringer” (Uli Stelzner/Thomas Walther, 1997).

Hintergrund-Artikel von Laia RiCa auf dem Schaubude-Blog

 

KURZBIO LAIA RICA

Laia RiCa ist eine in Berlin lebende salvadorianische Künstlerin, die sich in ihrer künstlerischen Arbeit zwischen dokumentarischem Objekttheater, Performance und Visual Theatre bewegt und einen starken Bezug zur bildenden Kunst hat. Sie sucht einen utopischen Raum, um eigene und strukturelle Widersprüche zusammenzudenken. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich vor allem mit feministischen, postkolonialen und queeren Perspektiven.

TEAM

Künstlerische Leitung, Text und Spiel: Laia Ribera Cañénguez
Dramaturgie, Außenblick: Antonio Cerezo
Musik, Live Performance: Yahima Piedra Córdova

Live-Video: Daniela del Pomar

Künstlerische Mitarbeit: Leicy Valenzuela

Bühnenbild: Marian Nketiah

Lichtdesign: Vanessa Farfán

Dramaturgische Beratung: Ruschka Steininger

Produktionsassistenz: Rodrigo Zorzanelli Cavalcanti 

Unter Verwendung von Filmmaterial aus “Die Zivilisationsbringer” von Uli Stelzner und Thomas Walther und Gedichtfragmenten von Rosa Chávez

Eine Produktion von Laia RiCa in Koproduktion mit der GFP/das wunder. Internationale Figurentheaterfestival.
Gefördert durch die Einzelprojektförderung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
Die Recherche wurde unterstützt durch das Residenzprogramm Schloss Bröllin, Fidena Residenz-Programm und #TakeCareResidenz/Fonds Darstellende Künste e. V.