Es ging den Buben im Pelz wie vielen anderen Bands. Neues Album endlich aufgenommen, potentielle Single angedacht, Tournee geplant. Dann kam Covid-19. Der dritte Longplayer der Wiener Indie-Band wurde erstmal in den Safe gesperrt. In der Isolation tauchte aber eine Idee auf, kristallisierte sich ein anderer neuer Song als Statement heraus.
„Kodachrom“, benannt nach dem gleichnamigen legendären Diafilm, ist eine Verabschiedung von der alten Welt. Ein Bye Bye an obsolete Technologien und die darauf gespeicherten Gefühle. Ein endgültiges Adé an das Analoge, voller Wehmut und mit einem Hauch feiner Ironie zugleich. Auch Textautor und Sänger Christian Fuchs wurde von gegensätzlichen Stimmungen inspiriert. Einerseits packte ihn die Melancholie, als er das Haus der verstorbenen Eltern mitausräumen musste. Und dabei mit Unmengen von väterlichen Dias, Super8-Filmen, Tonbandspulen und Kassetten konfrontiert war. Andererseits darf man sich über den Vintage-Kult und Nostalgie-Überschuß von Boomern und Millenials zugleich schon auch amüsieren.