MARVEL UNIVERSUM
ANT MAN & THE WASP: QUANTUMANIA
VERLEIH: WALT DISNEY GERMANY
KINOSTART: 15. FEBRUAR 2023
Keine Spoiler hier: Gerade genug, um Ihnen zu versichern, dass „Quantumania“ keine verlorene Rockoper von The Who ist.
Es genügt zu sagen, dass die gemischte Familie von Scott Lang und Hope van Dyne (Paul Rudd und Evangline Lilly als Ant-Man and The Wasp), Hopes Eltern Hank Pym und Janet van Dyne (Michael Douglas und Michelle Pfeiffer) und Scotts Tochter, mittlerweile ein Teenager, Cassie (Kathryn Newton) glücklich ihr „Avanger-Leben“ leben. Während der Jahre von Scotts Abwesenheit hat Cassie mit der Quantum-Welt herumexperimentiert und einen Zugang zu dieser Welt entwickelt. Doch es passiert was passieren musste, durch den Zugang wird die gesamte Familie in die „Quantum-Welt“ gesaugt und Janet van Dyne muss nun ihrer Vergangenheit stellen und trifft dort auf alte und neue Freunde und auch auf alte Feinde. Den das Quantum wird von Kang dem Eroberer (Jonathan Majors) versklavt und nur wenn sie ihn besiegen, können sie alle auch in die reale Menschenwelt zurückkehren.
Wenn Eure Augen jetzt glasig geworden sind, könnt Ihr gerne aufhören zu lesen, denn dieser Film ist nichts für dich!
Für den routinierten Regisseur Peyton Reed, der schon die letzten beiden „ANT MAN/THEWASP-Filme“ leitet und mit diesem Streifen die „6.Phase der Avenger-Saga: Die Kang Dynastie“ ein die sich bis 2025 zuspitzen wird und das Marvel Universum weiter expandieren lässt. Man merkt also das „MU“ wird größer und größer auch wenn es in diesem Film um das Gegenteil geht!
Es ist natürlich keine Überraschung, dass ein Film namens „Ant-Man and The Wasp: Quantumania“ mit Comic-Unsinn überquellt, aber die beiden früheren Ant-Man-Filme von Regisseur Peyton Reed haben sich stärker bemüht, für die Masse der Kinogänger unterhaltsam und zugänglich zu bleiben und nicht nur für die Comic-Nerds verständlich zu sein.
Quantumania beginnt als die scheinbar x-te Post-CGI-Abzocke von Fantastic Voyage aus dem Jahr 1966, wo Geschichten von Wissenschaftlern auf phantasmagorischen Missionen. Doch die Handlung verwandelt sich schnell in eine Kurzform von Star Wars, mit Kang als dem bösen, stereotypischen „Sith-Lord“, der von einer Armee von Sturmtruppen unterstützt, während Schurken sich in farbenfrohen Restaurants versammeln und Rebellen sich in heruntergekommenen Lagern organisieren. Nicht nur Star Wars wird zitiert. Mit einem wilden Ritt durch das Science-Fiction-Film Universum wird der Zuschauer mit halluzinatorischen Farben, Wesen und anderen Gewusel optisch zugeschüttet. Ob „Flash Gorden“, Die Klassiker wie „Metaluna 4 antwortet nicht“, „Blade Runner“ usw. wird alles optisch geplündert.
Natürlich ist das Drehbuch und die Charakterzeichnungen bei solch einen Film eher drittrangig, aber dann sollte man nicht halbherzig, wie Drehbuchautor Jeff Loveness, versuchen „Vater/Tochter-Probleme (Vater-Erlösung für abwesenden Vaterismus) oder eine „Bösewicht-Erlösung“ (dafür, weil er „Dick“ ist) einzuarbeiten um noch eine Charakteretiefe und eine „Moral“ in die Handlung zu bringen. Die Dialoge klingen, als wären sie von ChatGPT geschrieben worden (Kang: „Es ist ein Käfig, und es macht alles, was es kann, um dich zu brechen“).
Natürlich habe ich mich an der ein oder anderen Stelle doch sehr amüsiert. Dieser Film erlaubt Michelle Pfeiffer, „Linda Hamilton“ zu spielen, und seine Actionsequenzen können manchmal an besonders wilde Orte gehen, die die meisten Blockbuster nicht erreichen können, vor allem, wenn Scott auf etwas trifft, das als „Wahrscheinlichkeitssturm“ bezeichnet wird. Obwohl es manchmal schwierig sein kann, sich inmitten eines überbevölkerten CGI-Durcheinanders zurechtzufinden, bieten die die Shrink-and-Grow-Effekte der Ant-Man-Filme immer noch jede Menge visuelle Wunder.
Wenn wir schon über Größe reden: Sechs Sequenzen, einschließlich des gesamten erweiterten Höhepunkts, werden in der speziell formatierten IMAX-Version des Films extra groß. Wenn Sie sich diesen optischen „Flash“ reinziehen wollen, versuchen Sie es in einem echten IMAX-Kino (UCI-Mercedes-Benz-Platz). So sieht man den Film richtig!!
Alles in allem bleibt „Ant-Man and The Wasp: Quantumania“ eine Menge Spaß für Comic-Nerds und für alle, die einen Popcorn-Film geladenen Abend haben wollen.
Es ist eher eine Franchise-Erweiterung als ein Film, mehr Nervenkitzel als eine zufriedenstellende Geschichte!
Wer solche Geschichten oder „Event-Popcorn-Kino“ liebt ist hier zu 100% richtig!
ACHTUNG: Auch hier nicht wieder während des Abspanns das Kino verlassen: Wie immer im „MU“ gibt es Mid-Credits- und Post-Credits-Szenen.
