MITTEN AUS BERLIN
Es geschah mitten in Berlin
HANNA BATKA erobert, mit ihrem Debütalbum „Mitten in Berlin“ (BMG), die Herzen der Berliner und ist nicht eine dieser zahlreichen, jammernden Singer/Songwriterinnen, die die Welt verbessern wollen. Hanna liebt das Leben, ist jung und naiv und klingt genau so! Hanna schafft es, wie kaum eine andere, ihre Botschaften in ein naives Kleidchen zu packen und damit durch die Welt zu tanzen. Es ist kaum zu glauben was alles in Berlin passieren kann und auch schon in ihrem kurzen Leben passiert ist. Hanna ist 100% Hanna und das fasziniert auch im Interview.
TO GO: Stell Dich doch bitte unseren Lesern einmal vor.
Hi, Leute! Ich bin Hanna Batka, 21 aus meinem geliebten Berlin. Ich bin Sängerin und bin drauf und dran eine Karriere in der Musikbranche zu starten.
TO GO: Wie und wann hast Du angefangen Musik zu machen?
Da meine Eltern von Beruf Musiker sind, wurde mir das voll in die Wiege gelegt. Meine Mutter spielt Geige und deshalb hatte ich schon als Kind den Wunsch auch Geige zu spielen. Mit drei Jahren wurde mir schon eine kleine Geige in die Hand gedrückt und ich hab drauf los gespielt. Gesungen wurde in unserer Familie eh immer viel, aber als ich ein Teenager wurde entstand in mir der Wunsch Sängerin zu werden. Damals war das ein riesiger Traum, von dem ich nie gedacht hätte dass er mal wahr werden würde. Ich hab mir also eine Gitarre von meinem Vater geschnappt und mir stundenlang YouTube Tutorials reingezogen, um zu lernen wie ich Songs mit der Gitarre begleiten kann. Ich war echt Feuer und Flamme dafür und hatte deshalb auch super viel Ehrgeiz und so wurde die Gitarre schnell zu meiner rechten Hand beim Singen.
TO GO: Bist Du extrovertiert oder eher introvertiert?
Ich bin auf jeden Fall er introvertiert. Vor allem vor ein paar Jahren war das extrem der Fall! Wenn ich mich daran zurück erinnere, wie ich war als ich 16 war, dann sehe ich eine Hanna, die sich im Supermarkt nicht traut einen Verkäufer nach etwas zu fragen oder ein Mitschüler anzusprechen.
Ich hab in den letzten Jahren aber einen riesigen Sprung gemacht. Ich hab mehr zu mir selbst gefunden und eine ganze Menge Selbstbewusstsein aufgebaut. Wenn ich mir vorstelle, dass ich früher keinen Verkäufer ansprechen konnte und jetzt mit 21 Jahren vor Publikum mit 18.000 Menschen reden konnte, ist das einfach unglaublich und ich kann schon sagen, dass ich super stolz auf mich bin.
TO GO: Nun ist Deine erste CD erschienen. Bist Du mit dem Ergebnis zufrieden?
Ja, ich bin super happy mit meinem ersten Album. Es ist genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt hab. Trotzdem freue ich mich auch jetzt musikalisch neue Wege einzuschlagen.
TO GO: Welche Auswahlkriterien hast Du für die Songs angesetzt?
Eigentlich gar keine. Die Songs, die meine Geschichte erzählen und mich berühren sind immer richtig. Egal ob schnell oder langsam, melancholisch oder euphorisch, Hauptsache 100% Hanna.
TO GO: Bitte erzähle etwas zur Produktion
Es war uns wichtig dass die Produktion sehr akkustisch und zeitlos klingt. Einfach dass man nicht jedem soundlichen Trend hinterher rennt, sondern die Melodien und Texte wirken lässt.
TO GO: Wie hast Du die Produktion selbst erlebt?
Mit meinem Produzenten und Entdecker, Sandi Strimljan war es eine tolle Erfahrung zum ersten Mal, schon mit 16 so professionell arbeiten zu können. Die Gespräche mit ihm über das Musik – Business haben mich damals schon voll beeindruckt und ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich mal in diese Szene kommen werde.
TO GO: Schreibst Du erst die Texte und passt die Musik an, oder umgekehrt?
Das ist immer etwas unterschiedlich aber oft ist es so, dass es parallel passiert.
TO GO: Deine Texte sind für eine 20jährige sehr beeindruckend. Woher kommt das Talent zu texten?
Danke schön! Ganz allein schafft man es glaub ich nicht so schöne Texte zu schrieben. Mein Produzent und mein Songwriter Justin Balk sind da immer am Start und wir versuchen zusammen das Beste aus einem Song rauszuholen.
TO GO: Wie viel Hanna Batka steckt in Deinen Texten, vor allem in Deinen Geschichten?
100% Hanna! Ich würde nie etwas singen, was ich nicht fühle oder mit dem ich mich nicht identifizieren kann. Meine Songs kommen vom Herzen und erzählen Stories, die ich erlebt habe oder erzählen von Gefühlen, durch die ich gegangen bin.
TO GO: Deine Texte sind oft sehr poetisch. Schreibst Du auch Gedichte?
Nein, Gedichte sind nicht mein Ding! Ich liebe am meinem Job vor allem das Singen! Das ist einfach meine Passion.
TO GO: Entstehen alle Songs nur mit der Akustikgitarre?
Viele entstehen auf der Grundlage einer Gitarre, aber nicht alle. Ich hab in den letzten Monaten damit angefangen einige Songs parallel zur Produktion zu machen. Ich mag daran, dass man direkt den Vibe von der Produktion auf die Texte und die Melodie projizieren kann.
TO GO: Udo Lindenberg soll Dein Mentor sein. Wie kam es zu dieser Partnerschaft?
Udo und ich haben uns bei einer Probe zu seiner Tour in Timmendorf getroffen und haben uns gleich gut verstanden und es war toll zu spüren, dass er ein Herz für junge Nachwuchskünstler hat, ihnen zuhört und Tipps gibt.
TO GO: Für dein Debüt hat er Dir ein Lied geschenkt.
Ja, super crazy! Ich war total überrascht als ich davon erfahren hab. Von so einer Rocklegende einen Song geschenkt zu bekommen ist einfach was ganz Besonderes für mich. Ich hab mir natürlich super viel Mühe dabei gegeben den Song zu singen, damit Udo es nicht am Ende bereut den Song abgegeben zu haben haha… und die Bemühung hat sich gelohnt. Udo ist happy damit, wie der Song jetzt geworden ist und das macht mich umso glücklicher.
TO GO: Dann wäre doch ein Duett passend in Zukunft?
Ja voll! Das kann ich mir mega gut vorstellen! Und es wäre einfach der Wahnsinn mit so einer Legende ein Duett zu singen.
TO GO: Du hast einen Song „Polaroid“ benannt, doch eigentlich gab es Polaroid Kameras vor Deiner Geburt. Warum diese nostalgische Anwandlung?
Tatsächlich steh ich voll auf Polaroid Bilder und so Fotobox – Fotos. Ich mag es ein Bild richtig in der Hand zu halten und umso cooler, dass eine Polaroid Kamera die Bilder direkt druckt. In dem Song geht es ja um eine vergangene Partnerschaft und wie ich darüber hinweg komme. Ich wollte gerne bildlich sagen, dass es zwischen uns beiden einfach nicht mehr so ist wie früher und da Polaroid mit der Zeit verblassen passt das super zu dem, was ich sagen möchte.
TO GO: Was bedeutet für Dich Berlin?
Berlin ist für mich der Hammer! Ich liebe es hier und ich hab es noch nie in Erwägung gezogen hier wegzuziehen! Ich liebe die Offenheit der Leute, die verschiedenen Kulturen, die hier aufeinander treffen und dass man zu jeder Zeit an jeden Tag etwas zu essen bekommen!
TO GO: Wo hältst Du Dich am liebsten in Berlin auf?
Ich bin super gerne in Friedrichshain/Kreuzberg unterwegs. Coole Leute, die entspannt irgendwo was zum mitnehmen essen und was trinken, schöne Parks, nice Läden und Restaurants.
TO GO: Gibt es Dinge an Berlin, mit denen Du Dich nicht arrangieren kannst?
Ich finde es schade, dass obwohl Berlin so fassettenreich ist, es trotzdem Leute gibt, die andere diskriminieren. Egal ob rassistisch, homophob, frauenfeindlich etc. Ich würd mir wünschen, dass wir hier einen Ort erschaffen, wo niemand diskriminiert wird.
TO GO: Wo holst Du Deine eigene Energie?
Zuhause. Am besten, wenn meine Freundin da ist und wir Zeit zusammen verbringen. Wenn ich mit ihr Zuhause bin, dann komm ich einfach voll runter und kann meine Energie neu schöpfen, weil sie mir so ein vollkommenes Gefühl gibt.
TO GO: Wann darf man Dich nicht ansprechen?
Also eigentlich kann man mich immer ansprechen… es kann halt passiert, dass wenn ich im Stress bin, zum Beispiel bei einem Videodreh, dass ich nur knapp antworte. Aber ich bin keine Person, die man zu einem gewissen Zeitpunkt nicht ansprechen könnte. Ich denke ich kann sagen ich bin immer freundlich und bin niemand der irgendwie schnell rumzickt oder so.
TO GO: In welcher Situation hörst Du Heavy Metal?
Es gibt einen Song den fühl ich voll! „Chop Suey!“ von SYSTEM OF A DOWN. Am besten passt der Song wenn man mit den richtigen Leuten eine gute Zeit hat und kühle Getränke.
TO GO: Was sind Deine musikalischen Träume?
Zurzeit ist mein Traum einfach wieder live spielen zu können. Gerade als ich so richtig drin war und meine erste Support Tour hinter mir hatte, kam dann auch schon Corona ins Spiel. Sonst träume ich davon ein paar coole Features auf die Beine zu stellen mit einem nicen Musikvideo dazu und natürlich davon mehr Leute mit meiner Musik zu erreichen.
TO GO: Was vermisst Du aktuell am meisten?
Wie die meisten Leute vermisse ich am meisten das Leben außerhalb meiner Wohnung. Die Einkaufszentren, in Bars abzuhängen oder mal was essen zu gehen.
TO GO: Was ist als nächstes geplant?
Also jetzt erst mal das Album und hoffentlich bald Livekonzerte!! Das wäre der Hammer wenn das möglich werden wird trotz der Situation aktuell.
TO GO: Was hattest Du heute zu Mittag?
Ich bin zur Enttäuschung meiner Freundin wirklich ein schlechter Koch. Aber ich hab gestern zum ersten Mal alleine eine Gemüsepfanne mit Veggie – Geschnetzeltem gemacht und meine Freundin war so begeistert, weil ich noch nie sowas gutes zu Stande gebracht hab. Weil es so lecker war darf ich das heute noch mal kochen und ich hoffe es war gestern kein Zufall, dass es so lecker war und ich bekomme es wieder gut hin.
TO GO: Was darf keiner von Dir wissen?
Dass ich ein absoluter Zucker – Junkie bin. Ich muss immer etwas Süßes am Tag essen, ob es Schokolade ist oder Gebäck. Das macht mich einfach glücklich!
TO GO: Was hätten wir Dich noch fragen sollen?
Es war echt cool, dass ich hier so viele Fragen beantworten durfte, aber ihr hättet mich noch fragen können, was mein Traum – Feature wäre, denn ich hab eins.
TO GO: Was möchtest Du abschließend loswerden?
Ich würde mich noch gerne an die Leser wenden und sagen lasst euch nicht von der derzeitigen Situation zu sehr runterziehen, denn es gibt immer ein „Danach“. Das gilt auch für Corona. Ich glaube da fest dran. Wir schaffen das alle zusammen und mit hier und da einem Lächeln ist es umso einfacher.
HANNA`s Debütalbum in ihren Worten.
DRACHENBLUT
Das ist der erste Song, den ich jemals geschrieben habe. Damals war ich 16 und hatte meinen ersten Heartbreak. Ich hab dort entdeckt, dass es mir gut tut meine Gefühle und Gedanken in Songs zu verarbeiten.
DU FLIEGST HOCH
Mir ist irgendwann klar geworden, dass man mit schlechten Zeiten nicht so negativ umgehen sollte. Denn das Leben ist ein auf und ab und eben weil es auch mal Tage gibt, die nicht so gut laufen stechen die Tage, die super sind erst so sehr heraus. Man muss ein Down durchmachen, um die guten Zeiten richtig wahrzunehmen. Es gehört einfach dazu.
EINFACH GLÜCK
Einfach Glück ist ein Song indem ich beschreibe, wie es sich für mich anfühlt verliebt zu sein. Ich kann mich noch dran erinnern, was für ein crazy Gefühl das war, als ich zum ersten Mal verliebt war. Ich war da so 15 und ich hatte dieses Gefühl bis ich 20 war nicht mehr. Da hab ich meine jetzige Freundin angefangen zu daten und das war wirklich wie damals mit total aufgeregt sein, schwitzigen Händen, einem Herzinfarkt, wenn man eine Nachricht bekommt und einfach echt dieses kranke Bauchkribbeln nur wenn ich sie angesehen hab. Deshalb ist der Song für mich Allzeit aktuell von der ersten bis zur letzten Liebe, weil Glück zeitlos ist.
HIMMEL AUF ERDEN
In dem Song geht es darum, dass wenn man mal nicht so gut drauf ist, man manchmal nichts weiter als die richtige Person braucht. Man macht n spontanen Trip, es muss nicht weit sein, nicht teuer sein und man hat trotzdem eine Hammer Zeit.
IM REGEN KÜSSEN
Bei dem Song geht es darum, dass wenn man wirklich verliebt ist, es egal ist ob es warm, kalt oder regnerisch ist, denn wenn man mit der richtigen Person einen Kuss hat ist immer perfekt. Es ist einfach immer das Richtige genau wie zum Beispiel einen Nutella Crêpe im Winter und eine gute Abkühlung im Sommer.
KOMET
Mein Song Komet beinhaltet glaube ich eine ganz wichtige Message. Es gibt nämlich so viele Leute, die unzufrieden mit sich selbst sind und an sich zweifeln. Und meistens vergessen sie dann all die tollen Dinge an sich selbst und sehen nur das Schlechte. Und mit meinem Song Komet würde ich gern allen die Augen öffnen das Tolle an sich zu entdecken und zu sehen, was sie besonders macht also wenn’s dir mal schlecht geht dann nimm deinen Mut zusammen und geh nach draußen und zeige allen wie toll du bist.
MITTEN IN BERLIN
Der Song mitten in Berlin ist entstanden, weil ich eine Begegnung hatte. Und ich glaube was mir da passiert ist, ist schon vielen passiert. Man ist unterwegs und auf einmal begegnet man einem Fremden und ist von der Person total hingerissen und überlegt, was man tun kann, um die Person anzusprechen. Und ehe man sich versieht ist es zu spät und man hat sich nicht getraut den ersten Schritt zu machen. Das ist mir auch passiert und im Nachhinein habe ich mich echt geärgert, dass ich nicht mutig genug war. Manchmal kann halt eine Sekunde in der du Mut hast dein ganzes Leben verändern.
MUTTER
Meine Mama geht es zum Glück nicht so wie die Frau über die ich da singe. Der Song hat mich total berührt und weil er so emotional geschrieben ist hat er mir einen Einblick in das Leben einer Frau gegeben, die in einer toxischen Beziehung gefangen ist. Seit ich den Song singen darf, weiß ich es sehr zu schätzen dass es meiner Mama nicht so geht. An der Stelle… Liebe Grüße an meinen liebevollen Papa haha
NICHT OBWOHL SONDERN WEIL
Ich war mal mit einer Frau zusammen die sehr gegensätzlich zu mir war. Im Laufe der Beziehung habe ich das immer mehr gemerkt aber ich dachte noch sehr lange, dass sie die eine für mich sei. Als ich den Song geschrieben hab war ich noch in Love und der Meinung, dass das zwischen uns funktioniert eben weil wir gegensätzlich sind und uns somit ergänzen. Das war dann doch nicht der Fall und ich trennte mich von ihr. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Beziehungen funktionieren können auch wenn man super verschieden ist. Es kommt darauf an, wie man miteinander umgeht, ob es ein beidseitiges Geben und Nehmen ist oder nicht.
POLAROID
Ich bin eine Person, die sehr lange an jemanden hängt, wenn es vorbei ist. Vor allem bei meinen ersten Beziehungen war es so, dass ich immer diejenige war, die dem Anderen hinterher gerannt ist. Aber als ich älter wurde habe ich meine eigene Stärke gefunden und begriffen wie viel ich wert bin. Das spiegelt der Song wieder. Ich dreh den Spieß um und gebe eine Person, die mir nicht gut geht den Laufpass.
WENN DU EIN SONG WÄRST
Ich glaub dieser Song erklärt sich von alleine… Ich hoffe jeder hat schon mal solche Gefühle gehabt, einfach glücklich sein weil man Hals über Kopf verliebt ist.
Wir verlosen zwei CDs von Hannas Debütalbum. Mail mit „Berlin“ bis 10. April an: verlosung@cuteanddangerous.de

