NOBODY 2
NOBODY 2
VERLEIH: UNIVERSAL PICTURE GERMANY
KINOSTART: 21. AUGUST 2025
Hutch Mansell (Bob Odenkirk) ist hoch verschuldet, nachdem er 30 Millionen Dollar russisches Mafiageld vernichtet hat. Um die Schulden bei seinem Auftraggeber „The Barber (Colin Salmon)“ abzubezahlen, tut er das, was er am besten kann: Als Auftragskiller, Leute verprügeln und töten. Doch er ist erschöpft, seine Frau Becca (Connie Nielsen) ist frustriert über seine Abwesenheit und seine Kinder Brady (Gage Munroe) und Sammy (Paisley Cadorath) sieht er kaum. Da erinnert er sich an den schönsten Urlaub mit seinem Vater David (Christopher Lloyd) und seinem Bruder Harry (RZA) im Urlaubsort Plummerville mit seinem großen Vergnügungspark, der für ihn als Kind ein seltener glücklicher Ort gewesen war. Nachdem er seinen Vater aus dem Altersheim geholt hat, fahren Hutch und seine Familie in den wohlverdienten Familienurlaub.
Doch die Stadt und der Vergnügungspark sind in die Jahre gekommen und werden von Wyatt Martin (John Ortiz), dem Sohn des ehemaligen Parkgründers geleitet. Die Stadt ist in Wirklichkeit nur eine Tarnung um im großen Stil Drogen des kolumbianischen Lendina-Kartells, dass von der äußerst brutalen und psychopatischen Lendina (Sharon Stone) geleitet wird, über das Land zu verteilen. Schon am ersten Tag gerät Hutchs Familie ins Fadenkreuz des korrupten Sheriffs Abel (Colin Hanks), der merkt, dass mit Hutch etwas nicht zu stimmen scheint.
Als es zur ersten Konfrontation mit den Gesetzeshütern kommt und Hutch in alter Manier austeilt, wird der Familienausflug mehr und mehr zu einem Rachefeldzug. Dies ruft natürlich die psychopatische Lendina mit ihren Auftragskillern auf den Plan und es kommt zu einem unausweichlichen Showdown.
Niemand hat „Nobody (2021)“ kommen sehen. Die Box-Office-Überraschung mit Bob Odenkirk als Hutch Mansell, einem bescheidenen Familienvater mit aufbrausendem Temperament und der nötigen Aggression, um ihn zu pulverisieren, war ein Überraschungserfolg und hat diejenigen unter uns, die den Außenseiter anfeuern, mit großer Zufriedenheit zurückgelassen.
Eines der besten Dinge an den „Nobody-Filmen“ ist, dass sie im Handlungsgeschehen relativ konzis sind und in ca. 90 Minuten jede Menge cooler, kreativer Kämpfe, Gemetzel und Blut bieten.
Mit „Nobody 2“ kommt nun die Fortsetzung, wer den ersten Teil mochte wird diesen Film lieben, in die Kinos. Als Regisseur wurde diesmal der indonesische Action Regisseur Timo Tjahjanto verpflichtet, der für so verrückte Action-Brutalo-Filme wie „Killers (2014)“, „Headshot (2016)“, „The Night Comes for Us (2018)“und „The Big Four (2022)“ bekannt ist. Das Drehbuch lieferte erneut Derek Kolstad. Dank des neuen Regisseurs hat dann auch die Handlung eine leichtere und unverhohlenere komödiantische Note als die des Originals.
Wie im Original funktioniert auch „Nobody 2“ zu einem großen Teil dank Bob Odenkirks Darstellung, des genervten Familienvaters, der als Auftragskiller eine doch eher unkonventionellen Beschäftigung nachgeht. Ihm gelingt es, die Rolle des Familienvaters mit der eines brutalen Auftragskillers brillant zu verbinden, und es ist einfach ein Vergnügen, ihm zuzusehen. Sharon Stone scheint einen Riesenspaß daran zu haben, ihre Rolle als psychopathischen Bösewicht so exaltiert wie möglich zu spielen. Colin Hanks, als glückloser Sheriff, macht jede Menge Spaß, und John Ortiz als Bürgermeister verleiht dem Film eine gewisse actionreiche Note.
Auch die restliche Besetzung macht viel Spaß. Christopher Lloyd als Hutchs Vater, ein „Hunter S. Thompson-artiger“, Zigarre kauender Opa, und Connie Nielsen als Hutchs langmütige Ehefrau mit überraschendem Rückgrat aus Stahl. RZA kehrt auch als Hutchs mittlerweile Zen-, aber tödlicher Bruder zurück.
Dieser Film unterhält bestens und ist bis jetzt einer der besten Action-Komödien mit FSK 16, des Jahres.
jens oliver marcks
