PORSCHE ON TOP
„2019 haben wir neue Spitzenwerte bei Umsatz und Ergebnis vor Sondereinflüssen erreicht. Das Plus beim Ergebnis resultiert insbesondere aus dem starken Volumenzuwachs sowie aus der positiven Entwicklung unserer weiteren Geschäftsfelder und Sparten. Gleichzeitig belasteten die wachstumsbedingten höheren Fixkosten, hohe Zukunftsinvestitionen in die Elektrifizierung und Digitalisierung sowie Währungseffekte das Ergebnis“, sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und IT der Porsche AG. „Trotz allem ist es uns gelungen, mit einer operativen Umsatzrendite von 15,4 Prozent vor Sondereinflüssen und einer Kapitalrendite von 21,2 Prozent unsere strategischen Ziele erneut zu übertreffen.“
Aus der Diesel-Thematik haben sich im zweiten Quartal 2019 Sondereinflüsse in Höhe von 0,5 Milliarden Euro ergeben. Nach Sondereinflüssen belief sich das operative Ergebnis der Porsche AG im Geschäftsjahr 2019 auf 3,86 Milliarden Euro; die Umsatzrendite nach Sondereinflüssen betrug 13,5 Prozent.
Stärkster Zuwachs in Deutschland und Europa
Bei den Auslieferungen sorgten insbesondere die Modellreihen Cayenne und Macan für ein deutliches Plus: Vom Cayenne wurden 92.055 Exemplare ausgeliefert und damit 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Vom Macan gingen 99.944 Einheiten in Kundenhand – das entspricht einer Steigerung von 16 Prozent gegenüber 2018. Auf seinem Heimatmarkt sowie im gesamten europäischen Markt erreichte Porsche mit einem Plus von jeweils 15 Prozent in 2019 die stärkste Steigerung. In Deutschland wurden 31.618 Fahrzeuge ausgeliefert, in Europa insgesamt 88.975 Fahrzeuge. Auch in seinen beiden größten Märkten verzeichnete der Sportwagenhersteller einen Anstieg. In China gingen 86.752 Fahrzeuge in Kundenhand über und damit acht Prozent mehr als in 2018. In den USA steigerte Porsche seine Auslieferungen ebenfalls um acht Prozent auf 61.568 Fahrzeuge. Damit trotzte der Sportwagenhersteller einer sich eher abschwächenden gesamtwirtschaftlichen Lage in diesen beiden Märkten.
Konsequent nachhaltig
Elektromobilität ist bei Porsche ein Job-Motor: Für den Taycan sind rund 2.000 neue Arbeitsplätze entstanden und das Unternehmen hat eine umfassende Qualifizierungsoffensive gestartet. Die Produktion des Elektro-Sportwagens erfolgt CO2-neutral im Stammwerk Zuffenhausen. Seit Beginn 2020 hat Porsche die gesamte Energieversorgung des Standorts CO2-neutral gestellt: Die neuen Gebäude sind energieeffizient, der Strom stammt aus regenerativen Quellen. Die Wärme erzeugt das Unternehmen in eigenen Blockheizkraftwerken – betrieben mit Biogas, das aus Reststoffen und Abfällen gewonnen wird.
Hohe Investitionen
Der Sportwagenhersteller investiert bis 2024 rund 10 Milliarden Euro in die Hybridisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung seiner Fahrzeuge und baut sein Angebot im Bereich der Elektromobilität konsequent aus: Als nächstes Modell geht das erste Derivat des Taycan an den Start, der Cross Turismo. Die neue Generation des Kompakt-SUV Macan wird ebenfalls elektrisch angetrieben und damit die zweite rein batteriebetriebene Modellreihe von Porsche sein. Das Unternehmen geht davon aus, dass Mitte dieses Jahrzehnts bereits die Hälfte der gesamten Produktpalette elektrisch oder teilelektrisch als Plug-in-Hybrid verkauft wird.
„Bereits vor unserer Weltpremiere im September hatten wir für den Taycan rund 30.000 ernsthafte Kaufinteressenten“, sagt Blume: „Zwischenzeitlich haben mehr als 15.000 Kunden ihren Kaufvertrag unterschrieben. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der Attraktivität des Taycan und unserer Derivate von 911, 718 und Cayenne auch in 2020 eine hohe Nachfrage erreichen können.“
„Die kommenden Monate erwartet uns ein wirtschaftlich und politisch herausforderndes Umfeld, nicht zuletzt mit Blick auf die Unsicherheiten in Bezug auf das Corona-Virus“, sagt Finanzvorstand Meschke. Trotz sehr hoher Investitionen in die Elektrifizierung der Produktpalette, die Digitalisierung sowie den Ausbau und die Erneuerung der Standorte wolle das Unternehmen sicherstellen, dass es seinen hohen Ertragsanspruch weiterhin erfüllt, so Meschke. „Mit Maßnahmen, die zur Effizienzsteigerung beitragen, und indem wir neue profitable Geschäftsfelder erschließen, wollen wir auch in Zukunft unser strategisches Ziel einer operativen Umsatzrendite von 15 Prozent erreichen“, betont Meschke.






