Kino Welt

SO SCHÖN

EIFFEL IN LOVE

CONSTANTINE

KINOSTART: 18.11.2021

 

Paris 1886. Nachdem der Witwer Gustave Eiffel (Romain Duris) mit dem Innenausbau der Freiheitsstatur fertig geworden ist, möchte er einen Auftrag für den Bau der Pariser Metro bekommen. Doch von seinem alten Freund  und Reporter Antoine de Restac (Pierre Deladonchamps) wird er dem französischen Premierminister vorgestellt, der Eiffel dazu überredet für die Pariser Weltausstellung 1889 ein imposantes Bauwerk zu errichten, dass, nach dem verlorenen Krieg gegen das Deutsche Kaiserreich, dem Land und den Menschen das Selbstvertrauen wiedergeben soll.

Als er seinen alten Freund besucht, erkennt er in dessen Frau seine erste große Liebe Adrienne Bourgès (Emma Mackey) wieder. Von Anfang entflammt die alte Leidenschaft der beiden wieder.

Als er dann den Zuschlag für sein Projekt bekommt, kommt es zu Interessenskonflikten. Während die Leidenschaft der beiden ihn schöpferisch beschwingt, nimmt der Unmut der Pariser Bevölkerung, der Kirche und der Statdoberen zu.  Auch der betrogene Ehemann versucht mit Hilfe seiner journalistischen Verbindungen, dass Projekt zu hintertreiben und Eiffel sieht sich zusehends in den Konkurs mit seiner Firma schliddern. Die beiden liebenden müssen sich nun entscheiden was wichtiger ist.

Einer berühmten Persönlichkeit oder ein geschichtliches Ereignis mit einer fiktiven Romanze auszuschmücken, kennen wir ja z.B. von dem Film „Titanic“ von James Cameron. Nun hat der Regisseur Martin Bourboulon („Mama gegen Papa – Wer hier verliert, gewinnt“,2015) sich dem französischen Nationalhelden Gustav Eiffel angenommen. Auch wenn diese Romanze frei erfunden ist, so ist dieser Film nicht nur wegen dieser erfundenen) tragischen Romanze sehenswert. Allein die Animationen, des im Bau befindlichen Eiffelturms sind ein Hingucker.  Roman Duris als „Gustav Eiffel“ spielt den Ingenieur als wahrhafter Besessener, der nicht nur für seinen Traum ein Jahrhundert Wahrzeichen zu schaffen, sondern auch seiner Angebeteten alles gibt was er bereit ist zu geben. Emma Mackey als seine erste Geliebte spielt genauso die unangepasste Adlige, die einstmals einen einfachen Mann abgöttisch geliebt hat.

Dazu die Animationen des im Bau befindlichen Eiffelturms und die eindringlich-intensiven Kamerafahrten von Matias Boucard („Jacques – Entdecker der Ozeane“, 2016) machen diesen Film durchaus Sehenswert.

Zwar ist der deutsche Titel „Eiffel in Love“ (OT: “EFFEL“) ist doch sehr plakativ und erinnert doch sehr an den Film „Shakespeare in Love“ (1998) doch das ist zu verschmerzen.

Eine schöne fiktive Romanze vor historischen Hintergrund mit viel französischem Flair! SEHENSWERT!