UNTERIRDISCH
LEBERKÄSJUNKIE
(Constantin)
Für Sebastian Bezzel ist der Bulle Franz Eberhofer die Paraderolle. Anders als in der Tatort Serie kann er hier er selbst sein, was nicht die Ernsthaftigkeit des Berufes in Frage stellt, sondern mehr seine innere Zerrissenheit darstellen kann. Für seine Leidenschaft für Leberkäs ist er bekannt und dafür muss er sich auch nicht mehr verstecken – oder doch. Seine Fresssucht bringt ihn immerhin in die schwierigsten Situationen. Vor allem jetzt, wo er seinen Sohn Paul für ein paar Tage hat und eigentlich damit beweisen kann, welche Qualitäten er als Vater hat. Er will seine Susi (Lisa Maria Potthoff) wieder, die Mutter seines Kindes – mit aller Kraft und doch ist es so schwer. Mit seinem Sohn im Gepäck, geht es also zwischen Leichenfunden und Ermittlungsgesprächen hin und her. Bei kleinen Fressexzessen verliert er dann immer wieder den Paul und plötzlich ist er doch wieder da. Aber Susi bekommt zu viel mit, was am Ende einen ganz schweren Prozeß des Zueinanderfindens mit sich bringt. Doch zum Glück ist Rudi an seiner Seite (Simon Schwarz) der immer wieder mit Rat und Tat zur Seite steht und das Ruder manchmal ganz heftig in die richtige Richtung reißen kann. Die irre Fahrt an Ereignissen, die sich im Sekundentakt überschlagen, reißt einen völlig mit. So wild, humorvoll und ausgelassen kann kein US-Film sein. Dieses flächenbrandähnliche Mitfiebern geht nur in deutschen Filmen und unter ein paar Bier ist das der absolute Überflieger, natürlich mit nem Fleischpflanzerl in der Hand.

