Aus unserer Reihe: Gutes Trinken und Gutes Tun! Heute: Community Coffee. Viele Auswirkungen der Corona Krise haben wir sofort gespürt, andere werden sich erst in einigen Monaten zeigen. Eine der Branchen, die mit massiven Folgen zu kämpfen hat, ist die Kaffeebranche. Denn nicht nur viele kleine Cafés blieben in den letzten Wochen geschlossen, auch Kaffeeriesen wie Starbucks zogen bei ca. 30% ihrer Filialen die Rollläden runter – welche Ausmaße das auf die Kaffeewirtschaft hat, wie viele Tonnen von Kaffee nicht in Bewegung sind, kann man sich nur ausmahlen. Weltweit wird zur Zeit also deutlich weniger Kaffee konsumiert, geröstet und gebrüht. Wenn weniger Rohkaffee die Lagerhäuser verlässt, ist auch weniger Platz für die neue Ernte und insofern weniger Nachfrage nach den Kaffeebohnen. Langfristig könnten Kaffeebauern deswegen ihre Ernte nicht loswerden und müssten ihre Preise reduzieren. Weniger Bauern, weniger Kaffee, steigende Preise – es ist eine unsichere Zukunft für die Menschen am Anfang (Produzent*innen) und am Ende der Kette (Cafés). Um den Kaffee in Bewegung zu halten und damit allen Menschen in der Kaffeewirtschaft vom Erntehelfer bis zum Barista unter die Arme zu greifen wurde das Community Coffee Projekt gestartet. Inspiriert von der Fathers Roastery in Tschechien haben sich der Importeur Falcon Coffees und die Vote Rösterei zusammengetan. Die Idee: Sie verzichten auf ihren Margen, damit Gastronomiebetriebe in diesen schwierigen Zeiten daran verdienen können und guter Kaffee weiterhin einen Absatzmarkt hat. Der Community Coffee kommt übrigens von Mustefa Abakeno – er baut seinen Kaffee auf 18 Hektar in der Jimma Region in Westäthiopien an. Sein gewaschener Kaffee schmeckt nach Pfirsichen und kandierter Orange und nach einer guten Tat. Hier werden die Läden vorgestellt, die den Community Coffee anbieten. Für den nächsten Kaffeeklatsch mit gutem Gewissen. Support your local coffee dealer!