WUNDERWERK
CENCOROLL CONNECT
(peppermint)
Bei der leichten Zugänglichkeit und Verfügbarkeit von Anime heutzutage vergisst man schnell, wie viel Arbeit eigentlich in so einem Animationsprojekt steckt. Sich das vor Augen zu führen, ist aber wichtig, um zu verstehen, was für ein Wunderwerk Cencoroll Connect eigentlich ist. Regisseur Atsuya Uki stemmt die Animationen an seinem persönlichen Lebenswerk nämlich komplett im Alleingang. 2009 erschien mit Cencoroll ein erster halbstündiger Kurzfilm; erst 2019 konnte Uki ein weiteres 45-minütiges Kapitel hinzufügen. Beides fügt sich mittlerweile zu einer abendfüllenden Sci-Fi-Comedy um eine Gruppe Jugendlicher, die sich mit telepathisch gesteuerten, formwandelnden Kreaturen bekriegen. Der titelgebende Cenco ist dabei ebenso grotesk wie niedlich gestaltet. Wer auf schräge Mecha-Action à la FLCL steht, sollte unbedingt mal einen Blick riskieren. Ob der geplante dritte Teil wieder zehn Jahre brauchen wird, weiß derzeit wohl nicht mal Regisseur Uki selbst.

