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ZURÜCK IN BERLIN

  1. November – 5. Mai – Museumsinsel Berlin, Bode Museum

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EINE MARIENBÜSTE & DIE SAMMLUNG BENOIT OPPENHEIM

 

Die kürzlich für die Skulpturensammlung erworbene Büste einer Maria lactans (stillende Muttergottes) aus dem 16. Jahrhundert steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Die Büste gehört zu den delikatesten und raffiniertesten oberschwäbischen Bildwerken des ausgehenden Mittelalters. Sie gehörte ehemals zur Sammlung Oppenheim. Die Ausstellung präsentiert sie gemeinsam mit weiteren Werken aus dieser Sammlung, die sich heute im Bode-Museum befinden.

Anlass ist die Erwerbung der Maria lactans, die eine besondere Vorgeschichte hat. 1907 noch in der Sammlung Oppenheim dokumentiert, gelangte sie 1928 in den Besitz des jüdischen Bankiers Jakob Goldschmidt, dessen Sammlung 1936 verfolgungsbedingt versteigert wurde. Im selben Jahr erwarben sie die Berliner Museen. Nach der Restitution 2023 konnte der Kaiser Friedrich Museumsverein die Büste 2025 mit Unterstützung der Friede Springer Stiftung und der Kulturstiftung der Länder zurückkaufen.