ZWEI HERZEN
DIE ZWEI HERZEN EINES MUSIKERS
Der Bandname CAROLIN NO stammt von dem gleichnamigen Song der BEACH BOYS und doch hat die Musik der beiden Singer/Songwriter kaum etwas mit dem Surfsound zu tun. Eins nur ist bei beiden Künstlern gleich, die Spielfreude – was bei den BEACH BOYS zumindest am Anfang ihrer Karriere so war. Nahezu alles passiert bei dem Duo in Eigenregie und somit voll im Trend und mit dem „Ehrlichkeits“-Siegel zertifiziert. Wunderschöne Songs und Melodien warten auf Einen und immer wieder lassen sich Caro und Andi etwas Neues einfallen, was jedes neue Album mit klanglichen Überraschungen verfeinert. So auch Album Nummer 7.
Nina Wagenaar sprach mit Caro und Andy.
TO GO: Stellt Euch doch bitte unseren Lesern vor.
Wir sind Caro und Andi Obieglo, wir sind Liedermacher im Jahr 2020 und unter unserem Bandnamen „Carolin No“ haben wir gerade unser neues Studioalbum veröffentlicht.
TO GO: Vor mir liegt „No No“, ein beeindruckendes Album. Warum „No No“?
In erster Linie war es eine Art Motto für die Produktion. Wir wollten keine musikalische Idee, keinen Sound und keine Stilisitk von vorn herein ausschließen, sondern alles immer erst ausprobieren. Und dann sozusagen „den Song entscheiden lassen“ in welche Richtung es gehen soll.
TO GO: Seid Ihr mit dem Ergebnis zufrieden?
Bei allen vorherigen Alben hätten bzw. haben wir geantwortet, dass wir das eigene Album nicht selbst beurteilen können. Bei „No No“ sagen wir: wir sind absolut zufrieden!
TO GO: Schreibt Ihr erst die Texte und passt die Musik an, oder umgekehrt?
Bisher kamen immer erst die Texte, dann die Musik. Doch auch diese Arbeitsweise haben wir diesmal für einige Stücke geändert.
TO GO: Ihr verarbeitet so viele Einflüsse in Eurer Musik. Gibt es einen Künstler den Ihr dennoch für tragend herausheben würdet?
Nur einen Künstler oder nur eine Band zu nennen geht nicht. Aber wir können sagen, dass wir den Eindruck haben, dass sich die verschiedensten Einflüsse auf „No No“ tatsächlich sehr intuitiv und homogen mischen.
TO GO: Wie war das Feedback auf die ersten fünf Streaming Konzerte?
Das Feedback hat uns mehr als überrascht. Wir haben bisher knapp 80.000 Menschen erreicht und es gab tausende durchwegs positive Rückmeldungen, Kommentare und Emails nach allen unseren Streams. Trotzdem war das Konzert am Sonntagvormittag unser vorläufig letztes dieser Art. Über unsere Facebook-Seite und in Kürze auch über YouTube sind die Konzerte aber nach wie vor zu sehen.
TO GO: Nimmt man bei einem solchen Konzert den Applaus im Bauch wahr?
Eher über das Display am Handy. Nach einem Song fliegen Klatsch- und Herz-Emojiis vorbei. Eine tolle neue Erfahrung.
TO GO: Warum zieht man in ein verhältnismäßig kleines Idyll wie Waldbüttelbrunn, wenn man New York und Berlin durchlebt und „überlebt“ hat?
Früher gab es eine Werbung, ich weiß nicht mehr für was, aber der Slogan war: „Eben. Genau. Darum.“ In anderen Worten: wir sind dankbar und froh über die Erfahrungen in der Ferne und konnten wahrscheinlich genau deshalb mit so klarem Entschluss wieder Richtung Heimat ziehen.
TO GO: Was ist als nächstes geplant? Oder könnt Ihr Zeiten wie diesen eigentlich gar nicht planen?
Ganz unmittelbar müssen wir erst mal versuchen die ausgefallenen Termine zu verschieben. Wir sind zuversichtlich, dass uns das in den allermeisten Fällen gelingt, denn eine Absage ist die schlechteste aller Optionen. Und wir werden die für später im Jahr geplante Schreibephase vorziehen. Seit langem werden wir nach einem Songbuch gefragt, vielleicht schaffen wir es jetzt, eines zu schreiben.
TO GO: Was möchtet Ihr abschließend loswerden?
Die Krise zeigt einmal mehr, wie sehr Musiker – aufgrund von Downloads und vor allem Streaming-Portalen – auf Konzerte als nahezu ausschließliche Einnahmequelle angewiesen sind. Aber das müsste ja nicht so bleiben. Jetzt ist die Zeit, wieder CDs oder Vinyl direkt bei der Lieblingsband zu kaufen – ob für sich selbst oder als Geschenk. Das wäre toll.
Mehr Infos unter:
https://de-de.facebook.com/carolinno/

